SSV Falkensee - HC Bad Liebenwerda 24:22 (11:11)
Mit Kampf und Glück zum Sieg
Lediglich die beiden Torhüter und Yves Kuche konnten heute überzeugen
In einem nicht besonders hochklassigen, dafür aber bis zur letzten Spielminute spannenden und fairen Spiel ist die Revanche gegen die Mannschaft vom HC Bad Liebenwerda, im wahrsten Sinne des Wortes, im allerletzten Augeblick doch noch gelungen.
Nachdem Falkensee zu Beginn mit 3:1 vorne lag, nahm bereits in der 11. Minute des Spiels der gegnerische Trainer Ingo Schindler seine erste Auszeit; sicher auch, um seine Mannschaft besser auf die gut beginnende Falkenabwehr einzustellen. In der 17. Minute lagen die Ranz-Schützlinge erstmals mit 3 Toren in Führung, verstanden es aber nicht, den Vorsprung weiter auszubauen. Stattdessen wurden ein ums andere Mal sogenannte 100%ige Torchancen ausgelassen, oder die Angriffe wurden viel zu früh und ohne die erforderliche Vorbereitung halbherzig abgeschlossen. Auch völlig am Kreis freistehend schafften es die Gartenstädter mehrmals nicht, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Auch die erhoffte Auszeit in der 20. Spielminute brachte nicht die gewünschte Wende. Nicht nur, dass auch weiterhin der Spielrhythmus einfach nicht gefunden wurde, nun häuften sich zusätzlich noch in der Abwehr vermeidbare leichte Fehler, wodurch die Gäste immer wieder zum Ausgleich kamen. Mit 11:11 ging man in die Kabine. Das hier die Spieler aus dem Elbe-Elster-Kreis nicht mit einer deutlichen Führung zum Halbzeittee gingen, ist vor allem Bryan Bänecke im Tor zu verdanken.
Auch in der 2. Halbzeit: schnelle Abschlüsse und viele Fehlwürfe prägten das Bild, hinzu kamen weiterhin einfache Fehler innerhalb der Deckung, die es zuließen, dass Liebenwerda in der 46. Minute erstmals mit 3 Toren (16:19) in Führung lag. Auch Yves Kuche der heute neben den beiden Schlussleuten als einziger Normalform erreichte und kämpfte bis zum Umfallen, konnte diesen Spielstand nicht verhindern. Auch Marcel Brachmann der in der 2. Halbzeit ins Tor der Falkenseer kam, konnte mit einigen sehr guten Paraden die Gartenstädter im Spiel halten.
Als 4 Minuten vor Schluss HC Bad Liebenwerda mit 22:20 in Führung lag, hatten sich die Zuschauer schon mit einer Niederlage abgefunden, jedoch besannen sich die Falkenseer nun auf ihre kämpferischen Fähigkeiten und konnten mit Unterstützung der Zuschauer und einer offenen Manndeckung den Spielstand von 20:22 noch auf 24:20 drehen. Wichtig in dieser Phase waren sicher auch die beiden Treffer von Christoph Döring von der Linksaußenposition.
Trainer Dietmar Ranz: „Es gibt solche Spiele wo einfach nicht viel zusammenläuft, da kannst Du aus- und einwechseln oder die Mannschaft umstellen, es geht einfach nix. Aber es zeichnet ein Team und auch die Moral einer solchen Mannschaft aus, wenn sie in der Lage ist, dann mit kämpferischen Mitteln und vollem Einsatz ein solches Spiel noch zu drehen. Natürlich gehört dann auch ein wenig Glück dazu. Solche Spiele muss man erst einmal gewinnen und ich freue mich natürlich und zolle der Mannschaft meinen Respekt, dass es meine Jungs dann doch noch mit ihrer vorbildlichen Einstellung geschafft haben, die beiden Punkte in Falkensee zu behalten.
Bryan Bänecke, Marcel Brachmann, Jan Kühn, Michael Krohn 1, Yves Kuche 6, Christian Krause 2, Kai Barschdorf 5, René Ginetzki 3, Tommy Käselau, Christoph Döring 3, Kevin Bursche 2, Ronny Wolf 2, Tim Kommnick
Trainer: Dietmar Ranz
Betreuer: Detlef Plückhahn
Physiotherapeutin: Jessica Kantowski
Schiedsrichter: Bernd Woite & Dieter Witczak (HC Calau)
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